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Managementbericht 2015

Zahlen & Fakten

Bearbeitungszeit der Proben aus der amtlichen Lebensmittelüberwachung

Ärgerlicherweise konnten wir unsere sehr guten Probenbearbeitungszeiten bereits im zweiten Jahr in Folge nicht halten und sanken in 2015 auf nur noch 85 % ab (Probenerledigung innerhalb von sechs Wochen). Die Gründe liegen nicht ferne: insgesamt fünf Sachverständige sind an vorgesetzte Behörden abgeordnet worden, dazu kamen ein Todesfall, Pensionierungen und Schwangerschaften. Teilweise konnten neue Sachverständige eingestellt werden, aber die Einstellung erfolgte jeweils mit einer Lücke von mehreren Monaten bis zu einem halben Jahr. Die neuen Kollegen müssen von den noch vorhandenen Kollegen eingearbeitet werden, die jedoch schon auf dem Zahnfleisch gehen, weil sie ja bereits die Arbeit der abwesenden Kollegen schultern müssen. Unser Bestreben ist es deshalb, die Zeit zur Wiederbesetzung möglichst kurz zu halten. Dies erfordert ein gutes Zusammenspiel zwischen der Dienststelle und dem Ministerium Ländlicher Raum, wo alle Möglichkeiten der Subsidiarität genutzt werden sollten.
Ganz unabhängig davon ist der Trend zum Aufgabenzuwachs ungebrochen, ob man an den extremen Aufwand mit den EU Vergabeverfahren denkt, an die exponentiell in die Höhe gehenden Akkreditierungsanforderungen oder auch an die verschärften Kennzeichnungsvorschriften der EU. In vielen Bereichen (Nahrungsergänzungsmittel, Bedarfsgegenstände, Pflanzenschutzmittel und noch vieles mehr) wird unsere Kompetenz von vorgesetzten Behörden, vom Vollzug, aber auch von Verbänden und Verbrauchern gerne abgegriffen. Dies passt alles nicht mit den vorhandenen personellen Ressourcen zusammen.

 

2011: 88 % | 2012: 87 % | 2013: 89 % | 2014: 87 % | 2015: 85 %

 

 

 

Grafik: Bearbeitungszeit der Proben in Wochen.

 

Untersuchungen im Rahmen der Lebensmittelüberwachung

Im Rahmen der Lebensmittelüberwachung wurden insgesamt chemisch, physikalisch und mikrobiologisch untersucht:

  • 15.811 Lebensmittel einschließlich Wein (Beanstandungsquote circa 17 % = 2.637 Proben)
  • 2.277 Bedarfsgegenstände (Beanstandungsquote circa 21 % = 484 Proben)

Geeignet die Gesundheit zu schädigen waren insgesamt 59 Proben.
Im Jahr 2015 wurden von den Sachverständigen im Bereich Lebensmittelüberwachung 3.569 Gutachten erstellt.

 

Untersuchungen im Rahmen der Tiergesundheit

Bekämpft heißt bei Tierkrankheiten nicht besiegt, besiegt heißt nicht beseitigt, beseitigt heißt nicht ausgerottet und ein Kraut gegen neue Krankheiten ist auch nicht gewachsen – so könnte man die anschließenden Beispiele aus der Tiergesundheitsdiagnostik zusammenfassen. Selbst bei Krankheiten wie den Geflügelpocken, die über 10 Jahre nicht mehr aufgetreten sind, müssen wir wachsam sein, die Untersuchungsmethoden aktuell halten und im Verdachtsfall rasch, professionell und konsequent Proben untersuchen und belastbare Ergebnisse produzieren.

 

Art und Zahl der Proben*

Proben aus der amtlichen Lebensmittelüberwachung (ohne Trinkwasser),
einschließlich Weinkontrolle und Einfuhruntersuchungen
  18.122
Lebensmittel 15.086  
Bedarfsgegenstände 2.277  
Wein 725  
Kosmetik 1  
kein Erzeugnis nach LFGB 33  
Trinkwasser   1.782
Weinmost, Sonstiges (Ausfuhr- und Begleitzeugnisse, Ringversuche u.a.)   684
Umweltradioaktivität   628
Diagnostische Proben   51.809
Tierkörper 5.961  
Labordiagnostische Proben 45.848  
Gesamtzahl der Proben   72.989

*bei Diagnostik inklusive Serviceuntersuchungen für andere CVUAs/STUA.

 

Anzahl untersuchte Parameter*,**

Gesamtzahl der untersuchten Parameter
(ohne Trinkwasser und diagnostische Proben)
2.050.000
Lebensmittel 2.000.000
Bedarfsgegenstände 72.000
Wein (ohne Weinmost) 15.000
kein Erzeugnis nach LMBG/LFGB 370
Trinkwasser 16.000
Diagnostische Proben (bei 146.000 Untersuchungen) 313.000

*bei Diagnostik inklusive Serviceuntersuchungen für andere CVUAs/STUA

**hierbei handelt es sich um die Anzahl analytisch-chemischer bzw. mikrobiologischer Parameter.

© Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart