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Managementbericht 2015

Prolog

Foto: Petra Mock (Zweite von links) bei ihrem Antrittsbesuch am CVUA Stuttgart.Tod durch Zucchini – das war die Schlagzeile im heißen August 2015, die mediale Wellen von Fellbach bis China schlug. Unsere Ergebnisse und die Interpretation des Unglücks waren in zahlreichen Medien gefragt. Verbraucher mit sehr stark eingeschränktem Geschmackssinn können unter Umständen extrem bittere Zucchini nicht erkennen und erkranken an den Bitterstoffen, den Cucurbitacinen, und können im schlimmsten Fall sogar sterben. Für den gesunden Verbraucher sind diese Bitterstoffe jedoch ein Warnsignal.
Unser Titelbild zeigt dieses Jahr – leicht erkennbar – eine Zucchini, schon schwerer erkennbar ein Geflügelpockenvirus unter unserem Elektronenmikroskop sowie – bunt ist die Chemie – eine blaue Flüssigkeit, welche im Rahmen der Kunststoffaufarbeitung von Weichmachern anfällt. Damit wird die Bandbreite an Untersuchungen abgedeckt von Gesundheitsschutz, Tiergesundheitsschutz bis zum Täuschungsschutz.

Petra Mock – die neue Referatsleiterin Lebensmittelüberwachung

Der Antrittsbesuch von Petra Mock wurde mit Spannung erwartet und groß war die Freude, welches Interesse sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des CVUA Stuttgart und deren Aufgaben entgegenbrachte. Vor mehr als einem Jahrzehnt war Petra Mock selbst lebensmittelchemische Sachverständige im CVUA Stuttgart, dann jedoch viele Jahre im Staatsministerium an unterschiedlichen Brennpunkten tätig.

Die Führungsmannschaft des CVUA Stuttgart stellte dar, dass Führung bei uns groß geschrieben wird. Vom Leitbild der Landesverwaltung über das Leitbild des CVUA Stuttgart – unser „Grundgesetz“ –, erläuterten wir, wie die Führung mit Zielen in der Praxis aussieht: vom langfristigen Zielfoto – jeder muss verstehen und ein Bild davon haben, wo wir gemeinsam hin wollen –, zu der Zielekaskade, in der das große gemeinsame Ziel in handhabbare, für den Einzelnen verständliche und umsetzbare Teilziele heruntergebrochen wird. Diese strategische Führung geht zusammen mit der Organisationsentwicklung des Hauses.

Beispielhaft wurden in drei Abteilungen die sich stark geänderte Arbeitswelt dargestellt:

– Bei den Bedarfsgegenständen sind nicht nur die Analytik und die rechtliche Bewertung extrem aufwändig. Bei vielen Gutachten entsteht erheblicher Unterstützungsbedarf für den Vollzug. Die meist international tätigen Firmen sind bestens mit wissenschaftlichem und rechtlichem Knowhow versorgt. Diese Kompetenz ist an den unteren Verwaltungsbehörden verständlicherweise nicht vorhanden. Wenn unsere Gutachten nicht ins Leere laufen sollen, müssen wir entsprechende Beistellleistung erbringen, was mit dem vorhandenen Personal nur sehr eingeschränkt möglich ist.

– Dank der interdisziplinären Zusammenarbeit im Bereich des Zentrallabors für lebensmittelbedingte Erkrankungen ist ein effektiver Verbraucherschutz gegeben. Nicht selten können aufgrund unserer Ergebnisse krankheitsfördernde Umstände aufgeklärt und beseitigt werden.

– Am Beispiel des neuen Zentrallabors Fette und Öle wurde dargestellt, wie das ZUG-Projekt (Zusammen Umgestalten und Gewinnen) Freiräume schafft.

Das breite wissenschaftliche Engagement des gesamten Hauses lässt sich messen

  • 26 Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Fachzeitschriften, davon die Hälfte in englischer Sprache
  • 27 aktuelle Internetbeiträge auf cvuas.de und 2 auf ua-bw.de
  • 76 Vorträge im In- und Ausland
  • 29 Mitarbeiter in 63 Arbeitsgruppen und Kommissionen
  • 27 neu eingeführte Untersuchungsmethoden mit mehr als 118 neuen Parametern
  • 6 wissenschaftliche Abschlussarbeiten

 

 

Maria Roth
Ltd. Chemiedirektorin

 

Dr. Volker Renz
Veterinärdirektor

 

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© Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart