Managementbericht 2009
Vom traditionellen Jahresbericht zum Managementbericht
2009 war für uns das Jahr des Umbruchs, was Sie bereits an der geänderten jährlichen Berichterstattung erkennen können. Kürzer, knapper und kostengünstiger wollen wir die wesentlichen Informationen einmal pro Jahr zusammenfassen. Die interessanten Ergebnisse, die unterjährig anfallen, werden zeitnah im Internet auf unserer Homepage veröffentlicht; eine Kurzfassung finden Sie in der Rubrik "Untersuchungen". Wir hoffen, Ihnen als Leser mit dieser neuen Form entgegen zu kommen. Unabhängig davon bringen wir uns im gemeinsamen Jahresbericht des Landes, welcher traditionell Mitte Juli erscheint, mit zahlreichen Beiträgen ein.
Das künstlerische Bild auf dem Deckblatt hat die Natur gemalt: Calici-Viren unter dem Elektronenmikroskop. Die Calici-Viren sind verantwortlich für die Kaninchenseuche, die dieses Jahr verstärkt zugeschlagen hat.
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen
Der Wind des Wandels blies kräftig: neben einer neuen Organisationsstruktur musste 2009 die Umstellung des kompletten EDV-Systems aller 5 Untersuchungsämter zu einem baden-württembergischen Laborinformations- und Managementsystem (LIMS-BW) vorbereitet werden. Die hervorragende Zusammenarbeit untereinander und mit der Fa. AAC Infotray zeigte sich an einer praktisch reibungslosen Umstellung zum 1.1.2010. Durch die iterative Entwicklung sind viele Wünsche der Nutzer frühzeitig einbezogen worden, so dass schon jetzt eine hohe Akzeptanz des neuen Systems herrscht. Da ab jetzt sämtliche Untersuchungsergebnisse von allen Häusern erfasst werden, lassen sich zukünftig Auswertungen auf einer viel breiteren Datenbasis erstellen und noch mehr Erkenntnisse aus den vorhandenen Messergebnissen ziehen.
DIN-Preis für QuEChERS
Für seine bahnbrechende neue Methode QuEChERS (quick, easy, cheap, effective, rugged and safe) zur Bestimmung von Pflanzenschutzmittelrückständen erhielt Dr. Anastassiades den renommierten DIN-Preis 2009 „Nutzen der Normung“. Die Methode hat die Rückstandsanalyse von Pestiziden in Lebensmitteln revolutioniert. So konnten am CVUA Stuttgart mit dem bestehenden Personal die Zahl der Analysenergebnisse versechsfacht und das Routineuntersuchungspektrum von 160 auf 550 Stoffe fast vervierfacht werden. Es ist deshalb kein Zufall, dass gerade das CVUA Stuttgart immer wieder neue Pestizidrückstände aufdeckt. Die neuartige Messmethode wird inzwischen weltweit in vielen Rückstandslabors eingesetzt. Dies ist von großem Vorteil, denn wenn die marokkanische Erdbeere, die kenianische Bohne, der peruanische Spargel oder der chinesische Knoblauch bereits im Herkunftsland sachgerecht und umfangreich untersucht werden, dann erhält der hiesige Verbraucher einwandfreie Produkte.
Das breite wissenschaftliche Engagement des gesamten Hauses lässt sich messen
- 19 Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Fachzeitschriften
- 31 aktuelle Internetbeiträge
- 50 Vorträge im In- und Ausland
- 22 Mitarbeiter in 58 Arbeitsgruppen und Kommissionen
- 15 neu eingeführte Untersuchungsmethoden mit 38 neuen Parametern
- 1 Bachelor-Arbeit
Maria Roth
Ltd. Chemiedirektorin
Dr. Volker Renz
Veterinärdirektor
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© Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart